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Renault Zoe Z.E. Concept – Beflügelter Franzose

0 Comments 27 Oktober 2009

Renault Zoe Z.E. Concept – Beflügelter Franzose

Renault legt derzeit schneller Elektrofahrzeug-Konzepte vor als die First Lady von Frankreich für Skandale sorgen kann. Allein auf der heurigen IAA standen vier neue Modelle auf der Bühne. Eines davon: Der Zoe Z.E. Concept. Es entspringt mit einer Länge von 4,1 Metern der derzeit so beliebten Mittelklasse. Deren praktischen Kofferraum dürfte es aber nicht bieten können. Das liegt daran, dass der Wagen auf den ersten Blick an den gestürtzten Hampti Tampti auf seiner legendären Mauer erinnert. Die Heckscheibe fällt extrem flach nach unten und nimmt so jegliche Hoffnung auf genügend Stauraum. Das Kofferraumvolumen beträgt je nach der Anzahl der Mitreisenden zwischen 150 – 500 Liter. Warum ich gerade mit diesem Punkt anfange? Ganz einfach: Damit sind die negativen Aspekte des Konzepts bereits abgehandelt.

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Grenzgenial ist der Zustieg. Zwei gewaltige Flügeltüren geben den Weg zum Innenraum frei, zu den Fondsitzen gelangt man über zwei Schmetterlingstüren, die gleichzeitig auch den Zugang zum Kofferraum freigeben – aber da ist bekanntlich ohnehin nicht viel drin. Ganz im Gegenteil zum restlichen Interieur. Die Sitze sind beispielsweise frei schwebend am Dachhimmel montiert, die Armaturentafel ist mit einer berührungsempfindlichen Membran versehen, alle wichtigen Infos lassen sich in einer Glaskugel ablesen. Ein schöner Beweis, dass Renault wahrscheinlich auch Frauen im Team hatte: Die Beleuchtungsfarbe  kann frei gewählt werden und das Lichtambiente lässt sich über einen Sensor im Sitz automatisch auf die Kleidung des Fahrers – besser der Fahrerin – abstimmen. Vielleicht dient das Feature auch dazu, dem persönlichen Avatar den Anblick zu erleichtern. Im Zoe gibt es nämlich eine virtuelle Figur, die im Internet heruntergeladen werden kann und über Verkehrsbedingungen, Fahrtstrecke, verbleibende Reichweite etc. informiert. Schöne Vorstellung, dass mir Barb Wire ins Ohr flüstert: Dir bleiben noch 5 Minuten.

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Den Franzosen reicht das aber noch nicht an technischen Spielereien also verpassten sie dem Zoe Concept einen Chip für den schlüssellosen Zugang. Dieser kann in jedes beliebige Objekt eingebaut werden, das dann als Türöffner und Anlasser dient. Also z. B. der Ehering. So können Sie sicher sein, dass Ihr(e) Liebste(r) niemals ohne Erkennungszeichen das Haus verlässt. Spezielle Luftauslässe sorgen für mehr Luftfeuchtigkeit, ein Sensor reagiert auf unsauberer Luft, schließt die Lufteinlässe und stattdessen werden hautpflegende Substanzen versprüht. Apropos sprühen: In Zusammenarbeit mit L’Oréal wurde ein System entwickelt, das genau dosierte ätherische Öle im Cockpit verteilt. Der Sinn dahinter: Anti-Stress-Substanzen beruhigen nach einem anstrengenden Arbeitstag oder belebende Düfte erhöhen die Aufmerksamkeit bei Nachtfahrten.

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Der Saft für all die Technik stammt aus einem 95 PS Elektromotor, der durch Photovoltaik-Zellen am Dach unterstützt wird. Im normalen Alltagsgebrauch reicht das für etwa 160 km. Das Geniale am Konzept von Renault ist, dass die Batterien zwar ganz konventionell innerhalb von vier bis acht Stunden an der Steckdose aufgeladen, aber auch über das exklusive Quickdrop-System einfach gewechselt werden können. Der Fahrer stoppt bei einer solchen Station und die leeren Akkus werden innerhalb von drei Minuten gegen eine frische Batterie ausgetauscht. Diese Zeit brauche ich an der Zapfsäule auch. Tests in diese Richtung sind bereits am Laufen. Zu guter letzt kann die Batterie auch mit 400-Volt-Kraftstrom innerhalb von 20 Minuten aufgetankt werden.

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