Wer sich in Zukunft ein Elektroauto zulegen will, wird vor allem mit einem Problem konfrontiert sein: Lange Ladezeiten, kurze Betriebszeiten. Wenn der Inbegriff meiner Flexibilität und Unabhängigkeit acht Stunden am Stück an der Ladestation hängt, mache ich mir doch etwas Sorgen, auch am nächsten Tag noch mobil sein zu können. Allzu lange sollte ich jedenfalls nicht um die Häuser ziehen, wenn ich morgens wieder mit dem Auto in die Arbeit kommen möchte. Die Autozulieferfirma WTB lässt mich mit einer interessanten Erfindung etwas sorgloser in mein zukünftiges Nachtleben blicken. Eine Magnetfeld-Platte soll nämlich dafür sorgen, dass mein Wagen kabellos an einer beliebigen Stelle wieder mit Strom versorgt wird.

Nicht größer als eine kleine Tischplatte und bestückt mit einer Spule aus 50 m Kupferkabel wird das Wunderding auf der Unterseite des Elektroautos sowie am Parkplatzboden angebracht. Läuft durch die Platte am Boden Strom wird dieser über ein Magnetfeld auf das darüber parkende Elektroauto übertragen – vollkommen ohne Kabel.
Die Vision des Entwicklers Torsten Cymanek: Irgendwann wird die Technik soweit sein, dass Stromer z. B. an einer roten Ampel einen Elektrostoß verpasst bekommen, der sie für längere Zeit wieder fahrtüchtig macht. Somit wären wir vollkommen unabhängig von Ladestationen. Was offen bleibt: Noch kann nicht gesagt werden, ob diese Magnetfelder negative Auswirkungen auf die Autos oder den Menschen haben werden. Und noch ist leider kein Autohersteller an der Technik interessiert.




