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Lightning GT – Wie der Blitz

0 Comments 23 November 2009

Lightning GT – Wie der Blitz

Neid ist etwas Schreckliches. Allerdings nur für denjenigen, der beneidet. Und ich weiß jetzt schon, dass es im Frühjahr 2010 zahlreiche Neider geben wird, die sich an der Scheibe des nur spärlich ausgelieferten GTs die Nase platt drücken werden. Der britische Supersportler sieht nämlich nicht nur verdammt gut aus, er ist zudem verdammt teuer und verdammt exklusiv. Wie bei den meisten neuen Modellpräsentationen hat sich auch bei Lightning der Verkaufsstart verzögert – diesmal scheint der Termin aber endgültig zu halten.

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Warum legen Menschen 155.000 Euro auf den Tresen um den Lightning GT ihr Eigen nennen zu können? Ohne den Wagen jemals gefahren zu haben, gibt es dennoch zahlreiche Argumente, die dafür sprechen würden – vorausgesetzt das Geld vom Bausparer würde gerade frei werden. Da wären einmal die sagenhaften 700 PS, die für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter vier Sekunden sorgen werden. Mit diesen Werten macht man allen Zwölfzylindern und Supersportlern das Leben zur Hölle. Es ist mit Sicherheit ein erhebendes Gefühl vollkommen lautlos Ferraris und Aston Martins zu verblasen. Das Schöne am GT ist allerdings auch, dass es nicht lautlos sein muss. Gegen Aufpreis gibt es einen Tongenerator, der unterschiedliche Motorengeräusche simuliert. Wenn also wieder einmal ein Lightning GT einen SL 65 AMG an seinem nicht vorhandenen Auspuff schnuppern lässt, dann geht das auch im brachialen Geräuschnebel eines Zwölfzylinders. Traurig wird es erst, wenn der Mercedes-Pilot abseits der 210 km/h seinen Siegeszug antritt. Knapp über 200 km/h ist nämlich beim GT Schluss.

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Dann wären da noch die Batterien. Der Besitzer eines GT muss sich keine acht Stunden gedulden ehe er wieder zum Golfplatz, zum nächsten Meeting oder zur Eliteschule seines Sprösslings heizen darf. In unglaublichen zehn Minuten sind die Packs angeblich wieder voll einsatzbereit – Voraussetzung ist eine Drehstromquelle. Zu verdanken ist das einer speziellen Speichertechnik namens NanoSafe, die mit Lithium-Titanat-Akkus arbeitet. Wer bei solchen Ladezeiten Angst um die Haltbarkeit der Technik hat, darf sich auf eine 12-Jahres-Garantie auf die Power-Packs freuen sowie auf garantierte 15.000 Ladevorgänge.  Die ganze Kraft senden die Akkus übrigens an vier Elektromotoren, die jeweils einen Reifen antreiben. Dadurch kann auf eine aufwändige mechanische Kraftübertragung verzichtet werden und der Wagen spart zusätzlich Gewicht. Nicht dass er das bei Leichtbau mit Aluminium und Carbon nötig hätte.

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Erwähnenswert ist in jedem Fall das Cockpit, das mit schnörkellosem und klassischem Design punktet. Volle Lederausstattung gibt es gegen Aufpreis – ebenso wie Klimaanlage, Navi oder Metalliclackierung. Nachdem der Preis in solchen Dimensionen aber ohnehin eine Nebenrolle spielt, kann der Kunde natürlich auch seine ganz speziellen Designwünsche abgeben. Die Dimensionen des Innenraums sind dem Rennsportcharakter angepasst, aber durchaus großzügig. Mit einer Länge von fast 4,5 m schluckt der Lightning GT die obligatorischen zwei Golfbags problemlos. Die verfügbaren Farben üben sich in britischer Zurückhaltung: Schwarz, Blau und Silber sind im Programm. Apropos britisch: Für all jene, die außerhalb des Empires beheimatet sind, wird es auch eine linksgesteuerte Version geben.

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