Böse Zungen würden behaupten, es werde auch langsam Zeit. Das stimmt so natürlich nicht, aber es ist natürlich schon, wieder frischen Wind aus dem Löwengehege zu bekommen. Der SR1 ist nämlich nicht nur Concept Car und umweltfreundliche Fahrzeugtechnik, er ist vor allem auch ein Ausblick auf das Design zukünftiger Peugeot-Modelle. Wir haben also allen Grund zur Freude, denn diese Mischung aus Cabrio und Gran Turismo würde in der Werbesprache wohl als außergewöhnlich sexy bezeichnet werden. Seinen ersten offiziellen Auftritt hat der jüngste Löwe auf dem Genfer Autosalon 2010 im März.

Interessant ist nicht nur das Design des Dreisitzers, sondern auch der Antrieb. HYbrid4 nennen die Franzosen diese Technologie, die schon im 3008 zum Einsatz kam und meinen damit die Kombination von einem starken Verbrennungsmotor mit einem auch nicht gerade schwachen Elektroaggregat. Zusammen bringen es die Kraftpakete auf 313 PS und das dürfte in jedem Fall für Respekt sorgen. Der 1.6 Liter Benziner schafft es 218 Pferde an der Vorderachse zu mobilisieren. Der 95 PS starke Elektromotor treibt die Hinterachse an. Das Resultat ist ein extravaganter Allradantrieb, der von einer Vierradlenkung bei der Kurvenhatz unterstützt wird. Im Gesamtzyklus bringt es der Peugeot SR1 auf einen Verbrauch von 4,9 l/100 km. Wie weit der Flitzer rein elektrisch kommen soll, wird noch nicht verraten.

Zurück zum Design, das hier der Technik die Show zu stehlen scheint. Neu gestaltete Scheinwerfer mit LED-Technik, große Lufteinlässe, eine Karosserie aus Karbon – nichts Anderes passt zu der langen Motorhaube, den breiten Radkästen und dem protzigen Kühlergrill. Das Hardtop ist abnehmbar, was etwas kompliziert wirkt. Im Kofferraum wird es wohl keinen Platz finden und den ganzen Tag oben ohne ist doch gewagt.

Im Innenraum geht es ähnlich spektakulär weiter. Zunächst gibt es keine zwei oder vier Sitze, sondern drei. Das ist ungewöhnlich bei einem Gran Turismo mit Cabrio- und Coupé-Genen. Sieht auch ungewöhnlich aus. Dafür gibt es keine Einschränkungen mehr für Familien mit einem Kind. Die dritte Person sitzt hinten mittig zwischen den beiden Vordersitzen. Um den Einstieg in den Fond zu erleichtern, gleitet sogar die Mittelkonsole nach vorne. Ansonsten finden sich nur edelste Materialien im Cockpit – von Holzmaserung und Chrom bis Leder. Die Uhr wurde sogar in Zusammenarbeit mit Bell&Ross gefertigt und prangt in einer speziellen Halterung am Armaturenbrett. Ja, beim Concept Car darf man sich den Luxus noch erlauben. Man darf also auf den ersten Live-Auftritt und die endgültigen Hard-Facts gespannt sein. Ebenso wie auf die weiteren Modelle von Peugeot – zumindest wenn die diesem Design treu bleiben.





Oh, mein Traumauto! Unglaublich schönes Auto, unglaublich schnell und leider auch unglaublich teuer!