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Tesla Model S – Der Platzhirsch

0 Comments 12 November 2009

Tesla Model S – Der Platzhirsch

Das Auto ist schon ausverkauft, bevor es noch produziert worden ist, bevor klar ist, wann es auf den Markt kommen soll und bevor überhaupt eine Fabrik dafür gebaut worden ist. Bereits eine Woche nachdem Tesla den Model S angekündigt hatte, trudelten über 500 Bestellungen ein – wohl betont: 40.000 Dollar Anzahlung inklusive. Das macht den Start leichter, finanziert ist das Projekt damit aber noch lange nicht. Da ändert auch der Einstieg von Daimler nichts daran. Tesla braucht eine Finanzspritze von Papa Staat.

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Lassen wir die Finanzierungsprobleme einmal außen vor. Was kann der Tesla Model S, dass Menschen dafür fast die gesamte Kaufsumme auf den Tresen legen bevor sie wissen, wann sie was und wie bekommen? Einmal abgesehen davon, dass Elektroautos in den USA derzeit mit Obama um den Titel Liebling des Landes kämpfen, sind die Versprechen von Tesla wirklich verlockend: Eine Familien-Limousine, die fünf Erwachsenen und zwei Kindern gemütlich Platz bieten soll wird kombiniert mit einem elektrischen Antrieb, der im Topmodell für rund 480 km Reichweite sorgen soll. Die Einstiegsversion schafft in etwa 260 km. Ja, solche Ankündigungen sind sexy. Und nachdem Tesla schon mit dem Roadster Promis wie Gouverneur Arnold Schwarzenegger und Google-Gründer Larry Page überzeugen konnte, kann ein Pendant mit mehr Alltagstauglichkeit nur noch besser werden.

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Die Li-Ion-Akkus sind im Unterboden versteckt. Das sorgt für mehr Platz im Innenraum. Die Rückbank ist umlegbar und laut Hersteller passt ein Mountainbike locker in den Wagen. Wie vom Tesla Roadster und von Elektroautos im Allgemeinen gewohnt, muss man sich um die Beschleunigungswerte keine Sorgen machen: 5,6 Sekunden werden für die 100 km/h angegeben. Ist der Saft verbraucht, kann an einer normalen Steckdose mit 120, 240 oder 480 Volt geladen werden. Im Bestfall braucht das gerade einmal 45 Minuten. Tesla plant ähnlich wie Renault eine Möglichkeit, die leeren Akkupacks an strategischen Punkten auch einfach gegen Volle tauschen zu können – so ein Wechsel würde nur einige Minuten in Anspruch nehmen. Und obwohl die meisten Stromer aufgrund des hohen Energiebedarfs keine atemberaubenden Höchstgeschwindigkeiten leisten, soll dem Model S erst bei 210 km/h der Wind aus den Segeln genommen werden.

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Was sich wie das perfekte Umweltmobil anhört, wird von vielen nicht ernst genommen. Der Grund: Solche Autos sind nicht finanzierbar. Und hier beginnt der Model S erst so richtig attraktiv zu werden. In Amerika sind für die elektrisierende Familienkutsche gerade einmal 49.900 Dollar nötig. Diesen Preis legt man für eine Limousine im Luxussegment schnell einmal ab. Einmal voll tanken kostet dann aber weit mehr als die von Tesla propagierten vier Dollar. Natürlich ist auch das noch eine stolze Summe. Aber im Vergleich zum Roadster, für den über 100.000 Dollar fällig werden, ist der Model S ein wahres Schnäppchen – Alltags- und Massentauglichkeit inklusive. 2011 soll der Model S an die ersten Käufer ausgeliefert werden.

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