Welches Fahrzeug würde sich wohl besser anbieten als der smart? Das Stadtauto schlechthin bekam bereits vor drei Jahren einen Elektromotor verpasst und geht nun in die zweite Runde. Und der Anteil, den sich Mercedes heuer bei dem amerikanischen Elektrowagenhersteller Tesla sicherte, hat sich bereits bezahlt gemacht. Denn im Heck des smart ED werkt die Technik von Tesla in Form von Lithium-Ionen-Akkus. Gefertigt wird der Wagen im französischen Hambach.

Die zweite Generation hat die Fahrschule verlassen und kann bereits auf die zahlreichen Erfahrungen des jüngeren Bruders aufbauen. Seit 2007 sind 100 smart ED der ersten Generation in London unterwegs und wurden dort von Kunden getestet. Jetzt wird die Welt erobert. Ab 2010 wird der Neue in Berlin, Hamburg, Rom, Paris, Mailand und den USA unterwegs sein und die letzten Testläufe für das Serienmodell absolvieren, das 2012 auf den Markt kommen soll. Die Philosophie des smart ED: Er ist urban, er ist komfortabel und er ist agil. Mit seinem 41 PS Elektromotor zischt er in 6,5 Sekunden auf 60 km/h und ist mit dieser Leistung sogar ein wenig schneller als ein Durchschnittsbenziner. Bei höheren Geschwindigkeiten haben gewohnheitsgemäß die Verbrennungsmotoren die Nase vorn.

Macht aber nichts! In der City ist ohnehin nicht mehr erlaubt und mit einer Reichweite von ca. 135 km und einem Top-Speed von 100 km/h ist der smart ED nicht auf Langstrecken ausgelegt – ist er als Benziner aufgrund seiner Maße allerdings auch nicht. Apropos Maße: Die sind unverändert und zwar auch im Innenraum. Die Batterie findet nämlich im Unterboden zwischen den Achsen ihren Platz. Das ist beeindruckend. Misst der Radstand des smart doch lediglich 1,87 m. Auf diesem Raum mussten die Ingenieure die Akku-Packs unterbringen. Geladen wird der smart ED am besten über Nacht. Wer es besonders eilig hat, kann den Stromer in etwa drei Stunden soweit wieder aufladen, dass er 30 bis 40 km absolvieren kann.

Für 100 km Reichweite entstehen ca. zwei Euro Betriebskosten – um diesen Preis lässt sich ein potentes SUV gerade einmal anstarten und kurz warmlaufen. Aber ich bin sicher auch diese im Moment etwas ungeliebte Fahrzeuggattung wird ihre Chance auf Umweltverträglichkeit bekommen. Zurück zum smart: Im Inneren gibt es ebenso wie außen keine großen Überraschungen. Die Unterschiede zum bekannten Serienmodell: Der Ganghebel kennt nur vor, neutral und zurück. Hinzu kommen eine Batterieanzeige sowie ein Amperemeter, der den Verbrauch und die durch Rekuperation zurückgewonnene Energie anzeigt. Die Klimaanlage kann den smart ED auch vorklimatisieren. D.h. wer den Wagen noch auf angenehme Innenraumtemperatur bringen will solange er am Stromnetz hängt, kann das auch tun und spart so jede Menge kostbare Kapazitäten bei den Akkus. Die restliche Ausstattung orientiert sich an der bisher bekannten passion-line des smart fortwo. Was der smart ED ab 2012 kosten soll, wird derzeit aber noch nicht verraten.





