Die Euphorie über Elektroautos kennt derzeit keine Grenzen. Die Elektroautos selber aber leider schon. Und die am schwierigsten zu überwindende ist die Batterie. Immens teuer und nicht leistungsstark sind die Akkus, die in den aktuellen Modellen verbaut werden. Natürlich scheuen Auto- und Batteriehersteller keine Kosten und Mühen, um die ersten bezahlbaren und praktikablen Akkus auf den Markt zu bringen, ihre Chancen stehen aber nicht zu gut. Davon ist zumindest die Boston Consulting Group (BCG) überzeugt und stellt einen schwierigen Start für die Stromer in den Raum.
Der Grund dafür ist schnell erklärt: Auch in zehn Jahren – so ist die Beratungsagentur überzeugt – werden die Batterien einen extrem hohen Anteil am Gesamtpreis eines Elektroautos ausmachen und beziffert diesen Wert mit US$ 8.000 bis US$ 10.000. Wenn man bedenkt, dass für dieses Geld schon heute ein neuer Kleinwagen zu erstehen wäre … Es gibt für die BCG also nur eine Chance die Elektroautos nicht vor ihrem Durchbruch wieder zu Grabe zu tragen: Der Staat muss zahlen. Denn ohne Zuschüsse, Steuervorteile oder andere staatliche Eingriffe wird sich der Markt deutlich langsamer entwickeln. Zusätzliches Problem: Akkus mit 500 km Reichweite und einer Ladezeiten von nur wenigen Minuten – wie es vom Verbrennungsmotor gewohnt ist – werden wohl auch nicht für den Massenmarlt zur Verfügung stehen.
Hoffnung gibt es aber dennoch. Denn obwohl diese Aussichten nicht die besten sind, prognostiziert BCG ein deutliches Plus für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Bis 2020 sollen sie rund 26 Prozent der Neuwagen stellen. Und der Markt für Lithium-Ionen-Batterien wird sich verdreifachen. Alle Prognosen natürlich ohne Gewähr und unter dem Deckmantel der staatlichen Subventionierung …




