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		<title>VW E-UP! &#8211; Käfer unter Strom</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 13:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_33" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-33" title="VW E-Up!" src="http://www.e-auto.de/wp-content/uploads/2009/09/IMG_1693-300x200.jpg" alt="Futuristisches Cockpit mit Human Machine Interface" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Futuristisches Cockpit mit Human Machine Interface</p></div>
<p>Es ist wie in der Schule: Die in der letzten Reihe quatschen die ganze Zeit, arbeiten nicht mit und steigen am Ende doch nicht viel schlechter aus als die Streber. Die Wolfsburger waren ständig am Tuscheln – nicht wie die japanischen Austauschschüler, die ständig mit irgendwelchen Akkus herum amtierten und von Hybriden sprachen. Jetzt hat man sich bei VW jahrelang im Hintergrund gehalten und möchte nun bis 2013 trotzdem fest im elektrifizierten Sattel sitzen. Der E-Up! soll den mahnenden Eintrag im Klassenbuch wieder gut machen.</p>
<p>Die Idee ist ja nicht schlecht: Wer bei den E-Autos Fuß fassen möchte, muss den Massenmarkt bedienen. Die noblen Stromflitzer liegen ohnehin schon in anderen Händen. Der E-Up! ist mit seinen 3,19 m also ein schönes Pilotprojekt. Mit dem Auto fahr ich gemütlich zum Shoppen in die City oder erledige den Wochenendeinkauf. Der typische Arbeitsweg ist bei einer Reichweite von 130 km auch locker zu absolvieren. Kritisch wird es beim Familienausflug oder wenn mehr als zwei Frauen zum Schuhkauf ausrücken.</p>
<div id="attachment_32" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-32" title="VW E-Up!" src="http://www.e-auto.de/wp-content/uploads/2009/09/IMG_1696-300x200.jpg" alt="VW E-Up!" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Auf 3,2 m findet sich Platz für drei Passagiere und den Wochenendeinkauf</p></div>
<p>Der E-Up! ist zwar als 3+1-Sitzer konzipiert, bietet dann aber nur bis zu 180 Liter Stauraum. Klappt man die Rückbank um und stopft die Einkäufe bis zum Dach passen 520 Liter in den Stromer – das entspricht in etwa dem Kofferraum eines Kompaktmodells und das könnte als alltagstauglich bezeichnet werden. Ebenso wie die Fahrleistungen: Die 100 km/h-Grenze ist in 11,3 Sekunden erreicht, bei 135 km/h ist Schluss. Nicht verlockend? Sexy ist der Sprint auf 50 km/h. Die sind nämlich in 3,5 Sekunden Vergangenheit und damit lässt man so manche Limousine alt aussehen. Vielleicht ist das auch der Grund für die überdimensionierten 185er Reifen.</p>
<p>Die Power von maximal 60 kWh stammt aus Lithium-Ionen-Batterien, die bekanntlich nicht gerade im Fliegengewicht Karriere machen können. 240 kg bringen die Energiespeicher auf die Waage und machen damit mehr als 20 % des Gesamtgewichts aus. Wird der E-Up! an eine Stromzapfsäule gestellt, sind 80 % der Leistung innerhalb einer Stunde verfügbar. Klemmt man ihn an eine heimische 230 V-Steckdose braucht es fünf Stunden bis er vollgeladen ist. Für genügend Saft sorgt außerdem ein Solar-Dach mit 1,4 m² Fläche. Die erzeugte Energie reicht um beispielsweise die Klimaanlage zu betreiben. Was bleibt bei so viel Strom im Börsel? VW spricht von zwei Euro Stromkosten für 100 km. Hört sich gut an!</p>
<p>Während bei der Hülle davon ausgegangen werden darf, dass sich nicht mehr allzu viel verändern wird, dürfte das Cockpit in der Art wohl nicht den Übergang zur Serienproduktion überstehen. Die Motorhaube samt dem großen Firmenlogo erinnert leicht an den legendären Käfer, der Rest ist ganz klar gezeichnet und entspricht der Designlinie der New Small Family von VW. Das Originellste an der Vorderseite ist die hinter dem Logo versteckte Schnittstelle zum Anstecken an den Strom. Durch die extrem kurzen Überhänge ist die Silhouette schon origineller, das Heck mit dem dunklen Rauchglas wirkt ebenfalls verspielter. Im Cockpit springt sofort das Human Machine Interface (HMI) ins Auge. Auf dem Touchscreen finden sich Anzeigen wie der Ladezustand der Batterie, aktive Stromfresser wie Licht und Klimaanlage oder Verkehrsdaten. Spannendes Feature: Über ein iPhone oder ähnliche mobile Geräte kann der Ladezustand oder der Standort des Fahrzeugs abgefragt werden, es kann auch gecheckt werden, ob der Wagen verschlossen ist.</p>
<p>Wermutstropfen: Der emissionsfreie Wunderwutzi wird Europas Straßen nicht vor 2013 bevölkern und selbst dann eine Randerscheinung bleiben. Da ist sich auch Konzernchef Prof. Winterkorn sicher: „Bis die Produktionszahlen eines reinen Elektroautos die Erfolgskurve eines Polo schneiden, werden die Kalender mindestens das Jahr 2020 zeigen.“</p>
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