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Trabant nT – Und er fährt doch!

0 Comments 18 Januar 2010

Trabant nT – Und er fährt doch!

In knapp 34 Jahren wurde der Trabi über 3 Millionen Mal gebaut. Der erste seiner Art erblickte das Licht der Welt im November 1957. Das letzte Modell lief im April 1991 vom Band. Dann ist es still geworden um den motorisierten Zeitzeugen. Doch viele Menschen hielten dem heutigen Kult-Auto die Stange und hegten und pflegten ihren Abkömmling aus dem Osten. 70 Jahre nach seiner Geburt nahm sich der Miniaturmodellhersteller Herpa seiner wieder an und produzierte einen Designentwurf einer Trabant-Vision. September 2009 stand dieses Modell als Concept Car auf der IAA, im November 2009 war der Trabant nT, wie er fortan genannt wurde, erstmals auf Tour. Und das Beste daran: vollkommen lautlos mit einem fortschrittlichen E-Motor.

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Beim nT finden sich ganz eindeutige Merkmale des Trabant P 601 Universal, der damaligen Kombi-Version. Dennoch wirkt er modern und innovativ. Besonders markant: der trapezförmig nach unten öffnende Grill, die Front- und Heckleuchten und das optisch abgehobene Dach. Mit einer Länge von knapp vier Metern fühlt sich der Trabi vor allem in der City wohl. Das Kofferraumvolumen ist klassenüblich, konzipiert ist er als Viersitzer mit einem zusätzlichen kleineren Kindersitz im Fond. Seine Stärken spielt er daher als Zweitwagen für kleinere Familien aus, die im urbanen Bereich zu Hause sind.

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Wie so viele Elektroautos ist auch der Trabant nT auch wegen seiner Reichweite nur als Zweitwagen wirklich gut einsetzbar. 160 km der Auferstandene mit einer vollen Ladung abspulen können. Dann heißt es für acht Stunden zurück an die Steckdose. Ist ein Starkstromnetz verfügbar, reichen auch zwei Stunden an der Elektro-Zapfsäule. Gespeichert wird der Saft in Lithium-Ionen-Batterien, die einen 64 PS starken Elektromotor mit Strom versorgen. Wenn es darauf ankommt, schafft es der Trabi auf 130 km/h und er bleibt somit voll autobahntauglich. Damit auch im Stand nicht auf gewohnten Luxus wie beispielsweise eine Klimaanlage verzichtet werden muss, dienen zusätzlich Solarzellen am Dach als Energielieferanten.

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Im Inneren geht es recht spartanisch zu. Die Designer konzentrierten sich – ebenso wie bei der Hülle – auf das Wesentliche. Alles Andere würde bei einem Trabi-Revival aber auch unrealistisch wirken. Trendig ist der Black&White-Look des Prototypen aber trotzdem. Die Armaturen werden von einem klassischen Rundinstrument und einem großen zentralen Bildschirm beherrscht. Ansonsten wird auf Spielereien gänzlich verzichtet.

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Nach Angaben der Entwickler wird eine Ladung über Nacht am normalen Stromnetz rund 1 Euro kosten. Hier wurde eine gute Idee in ein gutes Konzept umgewandelt und dennoch steht der Marktstart noch nicht fest. Theoretisch kann das Jahr 2012 angepeilt werden – vorausgesetzt es lässt sich schnell ein potenter Sponsor auf die Beine stellen. Der fehlt nämlich leider noch. Es wäre wirklich schade, wenn ein Auto mit einem solchen Kultpotenzial nicht auf die Räder gestellt werden könnte.

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